GESELLSCHAFT FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT

OSNABRÜCK E.V.

Willkommen auf der Seite der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V.

Noch lassen die Bedingungen keine Präsenzveranstaltungen zu, aber es gibt etliche digitale Angebote,

auf die wir Sie gerne hinweisen.

• 6. Juli 2021 - 19.30 - 21.15 Uhr - digital (Internet - zoom)

Online- Vortrag - „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland: Was bedeutet das heute?“


Prof. Dr. Michael Brenner, München


Ein Dokument aus dem Jahre 321 bezeugt die An­wesenheit von Juden in Köln zur Römerzeit. Juden gab es damals bereits, Deutschland noch nicht. Was bedeutet diese lange Geschichte für die Inte­gration der Juden im neuzeitlichen Deutschland? Und warum schützten diese tiefen Wurzeln nicht vor der Verfolgung und Vernichtung? Wir wol­len uns näher ansehen, was es für die Juden be­deutet, jahrhundertelang als die Anderen ange­sehen zu werden, auch wenn sie alles andere als Fremde waren.


Prof. Dr. Michael Brenner ist Historiker am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Moderation hat PD Dr. Frank Wolff, Osnabrück.


Anmeldung: www.keb-osnabrueck.de    (Veranstaltungsnummer OZZV1005) 


Veranstalter: Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V. mit Evangelischer und Katholischer Erwachsenenbildung und der jüdischen Gemeinde.

*

• 19. Juli 2021 - 19.00 Uhr - St. Katharinen

Lesung und Vortrag

Tanja Langer, Berlin


Die Schriftstellerin Tanja Langer  stellt in ihren literarischen Porträts Dichter und Dichterinnen aus Czernowitz vor. Zugleich spricht die Schriftstellerin über die Bilder der Malerin Dietlind Horstmann-Köpper, deren Bilder im August in der Stadtbibliothek Osnabrück zu sehen sein werden (siehe unten) und entwickelt dabei Gedanken zur Kunst des Porträts an sich. Neben Alfred Gong, Immanuel Weissglas und Paul Celan erinnert sie an Rose Ausländer, Selma Meerbaum-Eisinger, den „Prinzen der jiddischen Ballade“, Itzik Manger, die Übersetzerin Edith Silbermann sowie an die Nobelpreisträgerin Nelly Sachs, die mit vielen von ihnen befreundet war. 


Tanja Langer, 1962 in Wiesbaden geboren, lebt seit 1986 in Berlin. Sie inszenierte zahlreiche Theaterstücke, u.a. über Selma Meerbaum-Eisinger (1992), und veröffentlichte Erzählungen, Hörspiele und Romane, u.a. „Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday“, der in die Zeit der britischen Besatzung entführt. Sie ist zudem eine renommierte Textdichterin für Neue Musik. 2016 gründete die Schriftstellerin den Bübül Verlag Berlin; außerdem ist sie Mitglied des P.E.N.


Begleitend zur Lesung: Ausschnitte aus der Suite „Sehnen nach der Bukowina“ von Mitsch Kohn nach Gedichten von Alfred Gong mit der Bläservereinigung Osnabrück und Helmut Thiele.


Veranstalter: Alfred Gong Gesellschaft, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V. , Hanns- Lilje-Stiftung (https://www.hanns-lilje-stiftung.de/aktuell/newsletter/), Literaturbüro Westniedersachsen, Stadtbibliothek, St. Katharinen, Bläservereinigung Osnabrück


DER EINTRITT IST FREI

*

BIS

• 20. Juli bis 28. August 2021 - Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1

Ausstellung: „Czernowitzer Köpfe“ Portraits jüdischer Dichter und Dichterinnen


Vom 20. Juli -28. August ist in Osnabrück der 2. Teil des Projektes „Paul Celan – Alfred Gong – Immanuel Weissglass - Eine literarisch - musikalische Hommage zum 100. Geburtstag“ zu sehen. 

Damit wird nunmehr der 2. Teil eines Projektes nachgeholt, der im vergangenen Jahr wegen Corona abgesagt werden musste. Der 1. Teil der Erinnerung an die drei Dichter aus Czernowitz widmete sich überwiegend der Bukowina, der 2. Teil der Rezeption in Deutschland.In der Stadtbibliothek am Markt zeigt die Veranstaltergemeinschaft Portraits jüdischer Dichter und Dichterinnen von Dietlind Horstmann-Köpper. Nicht nur „Czernowitzer Köpfe“, sondern auch z.B. Else Lasker-Schüler, Edgar Hilsenrath oder Lou Andreas- Salomé hat die Malerin aus Schneverdingen porträtiert und versucht, mit ihren Bildern die innere Welt der Dichter*innen einzufangen. 

Der 100. Geburtstag von Celan, Gong und Weissglas ist eine gute Gelegenheit, an die deutsch-jüdische Literatur zu erinnern, die einst auch in Czernowitz sehr lebendig war.


Dietlind Horstmann-Köpper wurde 1947 in Schneverdingen geboren. Sie studierte Malerei u.a. in Hamburg, und stellte in Frankreich, Deutschland und Polen aus; zuletzt beim Projekt „Das Haus der Erinnerung“ in Lüneburg (2018), in Lyon in der Stiftung Toni Tollet (2018) sowie in der Galerie Ruffieux-Bril in Chambéry (2019). Sie kuratiert zudem den Kunstraum in der Kulturstellmacherei Schneverdingen.


Veranstalter: s.o.

DER EINTRITT IST FREI

*

• 20. Juli 2021 - 19.30 - 21.45 Uhr - digital (Internet - zoom)

Online- Vortrag - Im Fahrwasser des überlieferten Judentums - Die Geschichte der Synagogengemeinde Osnabrück

Martina Sellmeyer


Für lange Zeit waren Juden nicht willkom­men in Osnabrück. Viermal gründete sich dennoch die Gemeinde in den 1754 Jahren ihrer Geschichte neu. Trotz Ermordung ihrer Mitglieder, Vertreibung und Zerstörung ihres Friedhofs und ihrer Synagoge setzte sie sich immer wieder neu ein „für unsere heilige Sa­che“, die Ausübung ihrer Religion, bei der die Wohltätigkeit immer eine große Rolle spielte.


Martina Sellmeyer, Studium der Literaturwissenschaften und Anglistik, Autorin des Buches „Stationen auf dem Weg nach Auschwitz“, Beiträge zur lokalen Kulturgeschichte und Geschichte der Jüdischen Gemeinde Osnabrück


Anmeldung: www.keb-osnabrueck.de    (Veranstaltungsnummer OZZV1006) 


Veranstalter: Kooperation der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V. mit Evangelischer und Katholischer Erwachsenenbildung und der jüdischen Gemeinde.

*

Noch in etwas fernerer Zukunft, aber schon mit Freude erwartet:

WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT IN OSNABRÜCK 2022

„Fair play – jeder Mensch zählt“


Seit 1952 wird jährlich in Deutschland die „Woche der Brüderlichkeit“ (WdB) begangen. Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) – eine der größten Bürgerinitiativen Deutschlands, gestalten in ihren Städten jeweils das Jahr im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen und Kulturen. 

Sie erinnern an die Shoah, setzen sich insbesondere für Toleranz und gegen Rassismus und Antisemitismus ein und fördern den interreligiösen Dialog. Der Deutsche Koordinierungsrat, die Dachorganisation, eröffnet unter einem jährlich neuen Thema die WdB in wechselnden Städten oder Kreisen und verleiht bei der Eröffnungsfeier die Buber-Rosenzweig-Medaille an zumeist prominente Preisträgerinnen und Preisträger, die sich für die Ziele der Gesellschaften engagieren. Begleitet wird die Eröffnung in der jeweiligen Kommune oder dem Kreis durch ein ganzjähriges regionales Rahmenprogramm unter Einbeziehung der relevanten örtlichen Akteure.

In 2022 soll die WdB in Osnabrück eröffnet werden. Träger sind die hiesige GCJZ in Kooperation mit dem Deutschen Koordinierungsrat der GCJZ, der Stadt Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück.

Für Stadt und Region Osnabrück ist dieses Ereignis, das bereits 1992 schon einmal in Osnabrück stattfand, ein wichtiger Meilenstein auf dem weiteren Weg der Profilierung als Friedensregion und in eine tolerante und friedliche Zukunft.

Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille und Jahresthema 2022

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt und der Verband MAKKABI Deutschland e.V. werden vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR) 2022 für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 6. März 2022 zur Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ in Osnabrück statt. Diese steht im kommenden Jahr unter dem Motto „Fair Play – Jeder Mensch zählt“.

Der DKR nimmt damit im kommenden Jahr den Sport als wichtigen Ort der Begegnung und des menschlichen Miteinanders in den Blick. Der Sport ist in vielen Aspekten ein Spiegelbild der Gesellschaft. Insbesondere Antisemitismus und Rassismus, aber auch andere Formen der Benachteiligung fordern im Sport wie in der Gesellschaft besonders heraus. Hier gilt es Gesicht zu zeigen und aktiv zu werden, um sich für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander einzusetzen. Dafür steht das Jahresthema für 2022 und Motto der „Woche der Brüderlichkeit: „Fair Play – Jeder Mensch zählt“. 2022 werden deshalb eine Persönlichkeit sowie ein Verband ausgezeichnet, die in besonderer Weise mit ihrer Arbeit dafür eintreten.

Peter Fischer  hat sich als Präsident von Eintracht Frankfurt mit seiner klaren Haltung gegen Rechts, gegen Antisemitismus

und Rassismus im Sport wie in der Gesellschaft einen Namen gemacht.

Peter Fischer, Eintracht Frankfurt – Ein Präsident mit Haltung

Als Sportfunktionär ist er dadurch für viele zu einem Vorbild geworden. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, dass im Sport, insbesondere im Fußball, eindeutig Position gegen Hass, Gewalt, Antisemitismus und Rassismus bezogen wird. Ebenso zeichnet er mitverantwortlich für die intensive Aufarbeitung der NS-Geschichte der Frankfurter Eintracht.

Allein in diesem Jahr hat er mit dafür gesorgt, dass die Eintracht als Verein die Arbeitsdefinition Antisemitismus der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken (IHRA) übernommen hat. Anlässlich des ersten Jahrestages des rassistischen Anschlags in Hanau trugen die Frankfurter Spieler beim Aufwärmen zum Spiel gegen Bayern München Trikots mit den Namen der Ermordeten – ein Zeichen der Solidarität mit hohem Symbolwert und gesellschaftlicher Strahlkraft. Peter Fischer steht in eindrücklicher Weise ein für Menschlichkeit und Respekt im

Sport und darüber hinaus.

Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland e.V.

MAKKABI Deutschland e.V. – Ein Verein kämpft gegen Antisemitismus und für das Verbindende im Sport

MAKKABI ist viel mehr als nur ein Sportverein“, so das Selbstverständnis. Unabhängig von Religion, Herkunft oder Hautfarbe steht MAKKABI in besonderer Weise dafür ein, Sport als Brücke zwischen Menschen zu sehen. Der Dachverband und seine Ortsvereine bringen jüdische und nicht-jüdische Sportlerinnen und Sportler zusammen und schaffen so eine Plattform für das Kennenlernen der verschiedenen Kulturen und Lebenswelten. 

Er leistet einen wichtigen Beitrag dafür, jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar zu machen und dabei gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sport wird so auch verstanden als Ort der Vermittlung von demokratischen Werten wie Integration, Inklusion und den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus zu fördern. Mit seinem aktuellen Projekt „Zusammen1 – Für das, was uns verbindet“ will er in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden aktiv dabei helfen, den organisierten Sport nachhaltig für Antisemitismus zu sensibilisieren und mit Lösungsvorschlägen zu stärken. MAKKABI steht mit seinem ganzen Wirken für eine Gesellschaft ein, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird.

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. 

Ein Edikt Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321, besagt, dass zu diesem Zeitpunkt Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung berufen werden konnten. Es gilt als der älteste Beleg für die Existenz jüdischer Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Ein Grund für Deutschland und die Jüdische Gemeinschaft ist daher, dieses Jahr 2021 in besonderer Weise zu feiern, bzw. zu begehen und sich.die lange und reichhaltige Tradition jüdischer Kultur in Deutschland zu vergegenwärtigen. Es sei ein Wunder, ein unfassbarer Vertrauensbeweis und besonderer Grund für tiefe Dankbarkeit, dass jüdisches Leben nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa in Deutschland wieder eine Heimat gefunden hat und auch heute unsere Gesellschaft bereichert, so Bundeskanzlerin Merkel.1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland seien nun vor allem eines – „eine Geschichte mit Zukunft.“

Mit der Kampagne „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“ informieren die Kirchen über die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum. Insbesondere zeigt die Kampagne die Verwurzelung des Christentums im Judentum anhand der jeweiligen Feste auf und lädt zu Veranstaltungen zu diesen Themen ein. Mit dem Stichwort „beziehungsweise“ soll der Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis in ihrer vielfältigen Ausprägung gelenkt werden.

Diese Website verwendet Cookies. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung für Details.

OK