GESELLSCHAFT FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT

OSNABRÜCK E.V.

Willkommen auf der Seite der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Wir laden Sie herzlich zu den kommenden Veranstaltungen ein:

• 24. Januar - Erich-Maria-Remarque Friedenszentrum (Am Markt 6), 19.30 Uhr 

Ausstellungseröffnung  

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Armin T. Wegner: Heimat und Exil

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Das  Erich  Maria  Remarque-Friedenszentrum  präsentiert  vom  24.  Januar  bis  24.  März  die  Ausstellung  „  Heimat  und  Exil  –  Armin  T.  Wegner“  in  Kooperation  mit  der  Osnabrücker  Gesellschaft  für  Christlich-Jüdische  Zusammenarbeit.  Bei  der  Eröffnung  am  Donnerstag,  24.  Januar,  19.30  Uhr  im  Remarque-Friedenszentrum  sprechen  Bürgermeisterin  Birgit  Strangmann  für  die  Stadt  Osnabrück  und  Angela  Müllenbach-Michel  (Gesellschaft  für  Christlich-Jüdische  Zusammenarbeit)  Grußworte.  Eine  inhaltliche  Einführung  bietet  anschließend  die  Ausstellungskuratorin  Judith  Schönwiesner  (Armin-T.  Wegner-Gesellschaft). 

Heimat.  Was  ist  das?  Der  Begriff  Heimat  trägt  viele  Bedeutungen  in  sich,  die  vor  allem  emotional,  sozial  und  kulturell  verwurzelt  sind.  Diese  „geistige  Heimat“,  die  jeder  von  uns  in  sich  trägt  und  individuell  empfindet,  erhält  einen  besonders  hohen  Stellenwert,  wenn  man  gezwungen  wird,  seinen  bisherigen Kulturkreis zu verlassen. Verfolgte Künstler thematisieren daher „Heimat“ und „Heimatverlust“ häufig in Ihren Werken.  Ausgehend  von  dem  verfolgten  Schriftsteller  Armin  T.  Wegner  geht  die  multimediale  Ausstellung  „Heimat  und  Exil“  diesen  Empfindungen  sowie  den  Auswirkungen auf Biografien und künstlerische Werke von Exilanten nach. Hörstationen,  unter  anderem  zu  Armin  T.  Wegner,  Lola  Landau,  Else  Lasker-Schüler und Mascha Kaleko, ergänzen die Texte. 

Mit „Heimat und Exil“ präsentiert das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum in  Kooperation  mit  der  Osnabrücker  Gesellschaft  für  Christlich-Jüdische  Zusammenarbeit den jüngsten Teil der Wanderausstellung der Armin T. Wegner-Gesellschaft,  deren  erste  drei  Teile  im  Remarque-Friedenszentrum  bereits 2015 vorgestellt wurden.

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7. Februar - Bergkirche (Bergstraße 16), 19.00 Uhr 

Buchvorstellung

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Hans-Jürgen Zacher - Marlenes Bilder

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Im Zusammenhang mit dem Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar stellt Herr Dr. Zacher am Donnerstag, den 7. Februar um 19 Uhr im Gemeindehaus der Bergkirche sein neues Buch „Marlenes Bilder“vor.

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Hans-Jürgen Zacher, Dr. phil, geboren 1950 in Hamm, hat sein Leben und berufliches Schaffen dem christlich-jüdischen Dialog gewidmet. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise geben diesem andauernden Engagement Ausdruck, darunter die Ehrenplakette der Stadt Werl und der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen . Ihm zu Ehren und als Zeichen der Dankbarkeit sind mehrfach Bäume in Israel gepflanzt worden. Einen besonderen Stellwert in Zachers Schaffen stellt die Zusammenarbeit mit jungen Menschen dar und die langjährige Betreuung verschiedener Schüler-Projektarbeiten, die nicht selten in Wettbewerben die vorderen Plätze belegen. Nach seinem überaus erfolgreichen Buch „Vern“, über den Werler Werner „Vern“ Halle, hat er nun erneut eine sehr bewegende Geschichte aufgeschrieben.

„Marlenes Bilder“ ist die Geschichte des in Dortmund geborenen Dr. Heinz Dietrich Feldheim, einem promovierten Diplom-Volkswirt und Mathematiker, der in den 1930er-Jahren wegen seines jüdischen Glaubens nicht seinem Berufswunsch folgend Lehrer werden konnte. Nach der Machtübernahme traf er sich mit anderen Nazigegnern im Hinterzimmer einer Buchhandlung in München. Man bat ihn, einen Brief gegen Hitler zu tippen. Dies wurde ihm letztlich zum Verhängnis. 1936 verhaftete man Feldheim in einem Café in Werl, Westfalen und brachte ihn zunächst in die berüchtigte Steinwache nach Dortmund, anschließend wurde er in die Konzentrationslager Buchenwald und Dachau überführt. Fast 14 Monate war Feldheim im Isolier- und Dunkelbunker in Dachau. 

Wie ist es ihm gelungen zu überleben? 

Fast 60 Jahre später, im Alter von 87 Jahren, erzählt er Hans-Jürgen Zacher von seinem Leben. Grundlage des Buches sind viele persönliche Gespräche, über 100 sehr persönliche Briefe, zahlreiche Bilder, der Inhalt einer Brieftasche, ein Aktenordner mit Originaldokumenten aus den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau sowie drei Autogramme von Marlene Dietrich, die dem Buch seinen Titel geben. 

Kurz vor Drucklegung des Buches wurden auf einem der Fotos persönliche Zeilen Marlene Dietrichs an Feldheim entdeckt, die ein großes Mitgefühl und Interesse an Feldheims Schicksal verdeutlichen. 

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Eintritt frei, wir bitten um eine Spende 

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Veranstalter: GCJZ Osnabrück und Evangelische Erwachsenenbildung

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• 17. Februar - Erich-Maria-Remarque Friedenszentrum (Am Markt 6), 11.30 Uhr 

Vortrag und Musik 

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Im Rahmen der Ausstellung (s. 24.1.)findet an diesem Tag die folgende Veranstaltung statt:

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„Bäume verdorren - Wüste wächst - Wohin soll ich wandern?"  - Zur Problematik von Heimat und Exil im 20. und 21. Jahrhundert. 

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Mit Liedern und Texten Vertriebener - Musik von Komitas, Friedrich Hollaender, Tilo Medek und Ulrich Klan

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Vortrag: Uli Klan, Vorsitzender der Armin T. Wegner-Gesellschaft Wuppertal

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Musikalische Umrahmung: Jan Darius Monazahian, Flöte

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• 26. Februar - Volkshochschule (Bergstraße 8), 19.30 Uhr 

Vortrag - Lesung

Juna Grossmann: Schonzeit vorbei - Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus

Juna Grossmann arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter werden, bedrohlicher. Synagogen und andere jüdische Einrichtungen müssen von der Polizei geschützt werden. Die jüdische Deutsche und Bloggerin schildert das Leben unter diesem permanenten antisemitischen Beschuss, berichtet vom Wachsen einer Angst, die sie vor einigen Jahren noch nicht kannte, und davon, wie sie eines Tages merkte, dass auch sie mittlerweile auf gepackten Koffern lebt, bereit zur Flucht vor dem Hass.

Weil sie sich damit nicht abfinden will, geht sie in die Öffentlichkeit, schriebt sie ein Buch über dieses Thema, ist als Bloggerin aktiv und appelliert an die Mitbürger: „Steht zu uns, helft uns, greift ein! Denn auch für euch ist die Schonzeit vorbei."                                                               

Veranstalter: Volkshochschule, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Buchhandlung Zur Heide

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• 25. März - Steinwerk St. Katharinen, 19.30 Uhr 

Rezitation - Musik

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Jüdische Märchen und Legenden von Pinchas Sadeh

mit Paula Quast (Rezitation) und Henry Altmann ( musikalische Begleitung)

Feiner Witz und tiefer Sinn zeichnet jüdische Märchen aus. In ihnen verbinden sich die Weisheit und der Humor dieser Erzähltradition mit den Farben und der Fabulierfreude des Orients.

Auch mit diesem Programm haben Paula Quast und Henry Altmann erneut etwas Besonderes erschaffen. Mit ihrer warmen, tiefen Stimme und der klaren, akzentuierten Sprechweise zieht Paula Quast Jung und Alt in ihren Bann, Henry Altmanns musikalische Virtuosität und Einfallsreichtum gestalten farbenreiche Klangteppiche, die den Worten Flügel verleihen. Ob gespannte Erwartung, befreites Schmunzeln oder begeistertes Staunen – alles ist möglich und erwünscht.

Eintritt: 15 €, erm.(Mitgl.) 13 €  Vorverkauf  ab 1. März: Buchhandlung Zur Heide, Osterberger Reihe 2-8 Tel.: 35088-0)

Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Literaturbüro Westniedersachsen und Kirchengemeinde St. Katharinen

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• 31. März - Schlossaula, 18.00 Uhr 

Konzert

Geplant ist ein Konzert zur Woche der Brüderlichkeit 2019 in der Schlossaula. Es werden Werke von Gustav Mahler, Lev Lessine und Felix Mendelssohn-Bartholdy aufgeführt. Die Mitwirkenden sind Daniel Inbal (1. Kapellmeister Osnabrück), Gabriella Guilfoil (Mezzosopran) und das Athena-Quartett. Einzelheiten folgen.

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• 15. Mai  

Bibelgespräch

Mit Rabbiner Avraham Radbil und Superintendent Dr. Joachim Jeska

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Einzelheiten folgen

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