GESELLSCHAFT FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT

OSNABRÜCK E.V.

Willkommen auf der Seite der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V.

Sobald es die Bedingungen wieder zulassen, finden Sie wie gewohnt auf dieser Seite wieder die Einladungen zu unseren Veranstaltungen.

Ein Ereignis wirft aber schon seine Schatten bzw. sein Licht weit voraus:

WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT IN OSNABRÜCK 2022

„Fair play – jeder Mensch zählt“


Seit 1952 wird jährlich in Deutschland die „Woche der Brüderlichkeit“ (WdB) begangen. Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) – eine der größten Bürgerinitiativen Deutschlands, gestalten in ihren Städten jeweils das Jahr im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen und Kulturen. 

Sie erinnern an die Shoah, setzen sich insbesondere für Toleranz und gegen Rassismus und Antisemitismus ein und fördern den interreligiösen Dialog. Der Deutsche Koordinierungsrat, die Dachorganisation, eröffnet unter einem jährlich neuen Thema die WdB in wechselnden Städten oder Kreisen und verleiht bei der Eröffnungsfeier die Buber-Rosenzweig-Medaille an zumeist prominente Preisträgerinnen und Preisträger, die sich für die Ziele der Gesellschaften engagieren. Begleitet wird die Eröffnung in der jeweiligen Kommune oder dem Kreis durch ein ganzjähriges regionales Rahmenprogramm unter Einbeziehung der relevanten örtlichen Akteure.

In 2022 soll die WdB in Osnabrück eröffnet werden. Träger sind die hiesige GCJZ in Kooperation mit dem Deutschen Koordinierungsrat der GCJZ, der Stadt Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück.

Für Stadt und Region Osnabrück ist dieses Ereignis, das bereits 1992 schon einmal in Osnabrück stattfand, ein wichtiger Meilenstein auf dem weiteren Weg der Profilierung als Friedensregion und in eine tolerante und friedliche Zukunft.

Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille und Jahresthema 2022

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt und der Verband MAKKABI Deutschland e.V. werden vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR) 2022 für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 6. März 2022 zur Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ in Osnabrück statt. Diese steht im kommenden Jahr unter dem Motto „Fair Play – Jeder Mensch zählt“.

Der DKR nimmt damit im kommenden Jahr den Sport als wichtigen Ort der Begegnung und des menschlichen Miteinanders in den Blick. Der Sport ist in vielen Aspekten ein Spiegelbild der Gesellschaft. Insbesondere Antisemitismus und Rassismus, aber auch andere Formen der Benachteiligung fordern im Sport wie in der Gesellschaft besonders heraus. Hier gilt es Gesicht zu zeigen und aktiv zu werden, um sich für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander einzusetzen. Dafür steht das Jahresthema für 2022 und Motto der „Woche der Brüderlichkeit: „Fair Play – Jeder Mensch zählt“. 2022 werden deshalb eine Persönlichkeit sowie ein Verband ausgezeichnet, die in besonderer Weise mit ihrer Arbeit dafür eintreten.

Peter Fischer  hat sich als Präsident von Eintracht Frankfurt mit seiner klaren Haltung gegen Rechts, gegen Antisemitismus

und Rassismus im Sport wie in der Gesellschaft einen Namen gemacht.

Peter Fischer, Eintracht Frankfurt – Ein Präsident mit Haltung

Als Sportfunktionär ist er dadurch für viele zu einem Vorbild geworden. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, dass im Sport, insbesondere im Fußball, eindeutig Position gegen Hass, Gewalt, Antisemitismus und Rassismus bezogen wird. Ebenso zeichnet er mitverantwortlich für die intensive Aufarbeitung der NS-Geschichte der Frankfurter Eintracht.

Allein in diesem Jahr hat er mit dafür gesorgt, dass die Eintracht als Verein die Arbeitsdefinition Antisemitismus der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken (IHRA) übernommen hat. Anlässlich des ersten Jahrestages des rassistischen Anschlags in Hanau trugen die Frankfurter Spieler beim Aufwärmen zum Spiel gegen Bayern München Trikots mit den Namen der Ermordeten – ein Zeichen der Solidarität mit hohem Symbolwert und gesellschaftlicher Strahlkraft. Peter Fischer steht in eindrücklicher Weise ein für Menschlichkeit und Respekt im

Sport und darüber hinaus.

Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland e.V.

MAKKABI Deutschland e.V. – Ein Verein kämpft gegen Antisemitismus und für das Verbindende im Sport

MAKKABI ist viel mehr als nur ein Sportverein“, so das Selbstverständnis. Unabhängig von Religion, Herkunft oder Hautfarbe steht MAKKABI in besonderer Weise dafür ein, Sport als Brücke zwischen Menschen zu sehen. Der Dachverband und seine Ortsvereine bringen jüdische und nicht-jüdische Sportlerinnen und Sportler zusammen und schaffen so eine Plattform für das Kennenlernen der verschiedenen Kulturen und Lebenswelten. 

Er leistet einen wichtigen Beitrag dafür, jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar zu machen und dabei gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sport wird so auch verstanden als Ort der Vermittlung von demokratischen Werten wie Integration, Inklusion und den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus zu fördern. Mit seinem aktuellen Projekt „Zusammen1 – Für das, was uns verbindet“ will er in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden aktiv dabei helfen, den organisierten Sport nachhaltig für Antisemitismus zu sensibilisieren und mit Lösungsvorschlägen zu stärken. MAKKABI steht mit seinem ganzen Wirken für eine Gesellschaft ein, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird.

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. 

Ein Edikt Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321, besagt, daß zu diesem Zeitpunkt Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung berufen werden konnten. Es gilt als der älteste Beleg für die Existenz jüdischer Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Ein Grund für Deutschland und die Jüdische Gemeinschaft ist daher, dieses Jahr 2021 in besonderer Weise zu feiern, bzw. zu begehen und sich.die lange und reichhaltige Tradition jüdischer Kultur in Deutschland zu vergegenwärtigen. Es sei ein Wunder, ein unfassbarer Vertrauensbeweis und besonderer Grund für tiefe Dankbarkeit, dass jüdisches Leben nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa in Deutschland wieder eine Heimat gefunden hat und auch heute unsere Gesellschaft bereichert, so Bundeskanzlerin Merkel.1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland seien nun vor allem eines – „eine Geschichte mit Zukunft.“

Mit der Kampagne „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“ informieren die Kirchen über die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum. Insbesondere zeigt die Kampagne die Verwurzelung des Christentums im Judentum anhand der jeweiligen Feste auf und lädt zu Veranstaltungen zu diesen Themen ein. Mit dem Stichwort „beziehungsweise“ soll der Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis in ihrer vielfältigen Ausprägung gelenkt werden.

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